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Universitätsklinikum Essen
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Neubau der Kinderklinik

Seit mehr als einem Jahrzehnt besteht der Plan, die dringend benötigte Kinderklinik neu zu bauen. Die jetzige Kinderklinik, Baujahr des Kerngebäudes 1930/31, ist in allen baulichen Belangen unzureichend.
Ohne das große, teils aufopfernde Engagement aller Mitarbeiterinnen wäre die trotzdem gewährleiste medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung der Kinder auf höchstem Niveau nicht möglich.
Vielfältige Gründe, insbesondere aber die fortwährende Benachteiligung und Hintanstellung von Kindern und ihren Bedürfnissen durch Politik und Gesellschaft, lassen eine Fertigstellung der Kinderklinik im Ungewissen. Die teils öffentlich genannten Fertigstellungstermine wurden wieder und wieder verschoben, regelmäßig werden neue Hindernisse identifiziert und Hürden mit entsprechenden Verzögerungen aufgebaut. Hierbei sind in erster Linie die Landesregierung bzw. das Finanzministerium NTW gemeint. Dank an dieser Stelle an den Oberbürgermeister der Stadt Essen, Herrn Kufen, der sich immer wieder für die Kinderklinik eingesetzt hat.

Auch wenn nahezu alle relevanten Einrichtungen, Organisation und staatliche Stellen die besonderen Bedürfnisse und die Notwendigkeit der bevorzugten Unterstützung von Kindern und Jugendlichen betonen, folgen die tatsächlichen Prioritäten anderen, meist ökonomischen, Regeln. Dieses gilt nicht nur für krebskranke Kinder. Es lässt sich tatsächlich mit der Gesundheit von Kindern nicht viel verdienen – bleibt nur die Frage, ob ein derartig vulnerabler Teil der Gesellschaft wirklich primär ökonomisch betrachtet werden sollte

(Deutscher Ethikrat: (Hg.): Patientenwohl als ethischer Maßstab für das Krankenhaus. Berlin, 2016 (ISBN 978-3- 941957-70-1): 4.5. Patientengruppen mit besonderen Bedarfen, Punkt 4.5.1 Kinder und Jugendliche).


Nach Monaten und Jahren des Blicks auf das Baufeld bzw. die Ausschachtungen, haben jetzt endlich die ersten Bauarbeiten begonnen.

 

 

Die blaue Station - eine Station für junge krebskranke Menschen

Jede Krebserkrankung ist eine dramatische Diagnose. Wenn Jugendliche und junge Erwachsene an Krebs erkranken, trifft es die jungen Leute besonders hart. In einer Lebensphase, in der man auf eigenen Füßen stehen möchte, die Welt entdecken, Freunde, Partner Schulabschluss, Ausbildung, Studium wichtig sind oder vielleicht sogar selbst schon eine Familie mit kleinen Kindern hat, kommt die Diagnose: »Ich habe Krebs«.
Alle Pläne müssen dann erst einmal auf Eis gelegt werden. Ob man seine Träume noch leben kann, wird ungewiss.

Krebserkrankungen im Jugend- und jungen Erwachsenenalter sind sehr selten.
Aktuell werden Jugendliche, zusammen mit Säuglingen und kleinen Kindern in der Kinderklinik behandelt und junge Erwachsene zusammen mit älteren Menschen in der Erwachsenenklinik.  Angebote, die einem altersentsprechend den Tag in der Klinik verkürzen könnten, fehlen. Es ist schwer, gleichaltrige Betroffene kennenzulernen, um sich austauschen und gegenseitig stützen zu können.

Die Universitätsmedizin Essen hat dieses geändert und für die jungen krebskranken Menschen eine eigene Station geschaffen. Planung und Umsetzung wurde durch Frau Professorin Uta Dirksen maßgeblich vorangetrieben. Die Station wird von Prof. Uta Dirksen, in Kooperation mit Prof. Sebastian Bauer aus der Inneren Klinik (Tumorforschung), Westdeutsches Tumorzentrum, geleitet.
Auf der Station werden Jugendliche und junge Erwachsene zusammen behandelt und von einem speziell ausgebildeten Team betreut. Die Station hat eine Ausstattung erhalten, die wir gemeinsam mit den jungen Patientinnen und Patienten geplant haben. Die Sonderausstattung kann nicht aus dem üblichen Klinikbudget finanziert werden. Wir planen eine gute IT Ausstattung, zum Chatten mit der Außenwelt und einen Raum, an dem man sich mit VR Brillen in andere Welten versetzen und so entspannen kann.
Außerdem soll es Sport- und Trainingsmöglichkeiten, Musikprojekte und Kunsttherapie geben.

Nähere Infos finden Sie hier.

 

 

KINDERMEDIZIN - Es fehlt an kindgerechten Arzneimitteln

Mehr zur Kindermedizin erfahren Sie im aktuellen Bericht des Deutschlandfunks vom 09.08.2018.

Hier geht es zur Audio-Version.

Medikamentenstudien mit Kindern unterliegen besonders strengen ethischen und rechtlichen Regeln.