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AYA - Die blaue Station

Die blaue Station - eine Station für junge krebskranke Menschen

Jede Krebserkrankung ist eine dramatische Diagnose.
Wenn Jugendliche und junge Erwachsene an Krebs erkranken, trifft es die jungen Leute besonders hart. In einer Lebensphase, in der man auf eigenen Füßen stehen möchte, die Welt entdecken, Freunde, Partner Schulabschluss, Ausbildung, Studium wichtig sind oder vielleicht sogar selbst schon eine Familie mit kleinen Kindern hat, kommt die Diagnose: »Ich habe Krebs«. Alle Pläne müssen dann erst einmal auf Eis gelegt werden. Ob man seine Träume noch leben kann, wird ungewiss.

Krebserkrankungen im Jugend- und jungen Erwachsenenalter sind sehr selten. Aktuell werden Jugendliche, zusammen mit Säuglingen und kleinen Kindern in der Kinderklinik behandelt und junge Erwachsene zusammen mit älteren Menschen in der Erwachsenenklinik. Angebote, die einem altersentsprechend den Tag in der Klinik verkürzen könnten, fehlen. Es ist schwer, gleichaltrige Betroffene kennenzulernen, um sich austauschen und gegenseitig stützen zu können.
Die Universitätsmedizin Essen hat dieses geändert und für die jungen krebskranken Menschen eine eigene Station geschaffen. Planung und Umsetzung wurde durch Frau Professorin Uta Dirksen maßgeblich vorangetrieben. Die Station wird von Prof. Uta Dirksen, in Kooperation mit Prof. Sebastian Bauer aus der Inneren Klinik (Tumorforschung), Westdeutsches Tumorzentrum, geleitet. Auf der Station werden Jugendliche und junge Erwachsene zusammen behandelt und von einem speziell ausgebildeten Team betreut. Die Station erhält eine Ausstattung, die wir gemeinsam mit den jungen Patientinnen und Patienten planen. Die Sonderausstattung kann nicht aus dem üblichen Klinikbudget finanziert werden. Wir planen eine gute IT Ausstattung, zum Chatten mit der Außenwelt und einen Raum, an dem man sich mit VR Brillen in andere Welten versetzen und so entspannen kann. Außerdem soll es Sport- und Trainingsmöglichkeiten, Musikprojekte und Kunsttherapie geben.
Weitere Informationen zur Station und zu Spendenmöglichkeiten für die Ausstattung erhalten Sie hier

Den Heilungsprozess unterstützen: Eigene Station für junge Krebskranke

Die Bedürfnisse von Krebspatientinnen und Patienten im Jugend- und jungen Erwachsenenalter unterscheiden sich stark von denen von Kindern und älteren Erkrankten. Die Errichtung einer eigenen Station für diese Altersgruppe, die an die spezifischen Bedürfnisse angepasst ist, bedeutet einen wichtigen Schritt bei der Unterstützung des ganzheitlichen Heilungsprozesses.
Frau Professorin Uta Dirksen, Leiterin des Sarkomschwerpunktes in der Kinderklinik erklärt, dass die Belastungen im Jugendalter andere sind als bei älteren Menschen oder Kindern: »Junge Erwachsene sind häufig stärker mit Existenzängsten behaftet: Schaffe ich noch die Schule? Kann ich meine Ausbildung, mein Studium beenden? Unsicherheiten bei der Partnerfindung und Familienplanung spielen eine große Rolle, wohingegen Patientinnen und Patienten auf der Erwachsenenstation oft sogar schon Enkelkinder haben. Dadurch sind zentrale Themen sehr unterschiedlich.« Aus diesem Grund wird die AYA-Station ins Leben gerufen. AYA – das steht für »adolescences and young adults«: eine Station speziell für Jugendliche und junge Erwachsene.

Isolation abbauen und Körpergefühl stärken

In erster Linie wird die AYA-Station für schwerwiegend Erkrankte zwischen 15-25 Jahren gestaltet. Sie dient der Unterstützung des Heilungsprozesses in dieser Altersgruppe: Neben der medizinischen Behandlung durch ein Profiteam gehören altersgerechte therapeutische Angebote und Begegnungsmöglichkeiten zum Konzept. »Zum Beispiel ist geplant einen Aufenthaltsraum zu gestalten, um einen Austausch zwischen den Gleichaltrigen zu schaffen. In einem solchen Raum sollen Aktivitäten wie Gesprächstherapien, Sportangebote oder gemeinsames Kochen stattfinden«, berichtet Frau Professorin Dirksen. »Die Patientenzimmer sollen eine moderne Computerausstattung erhalten, um beispielsweise Videoanrufe mit Freunden zu realisieren,« beschreibt Professorin Dirksen die Gestaltungsmöglichkeiten der Station. Begleitend kann untersucht werden, welche Auswirkungen die Anwendungen auf die Genesung haben. »Auch Bodypainting wäre eine gute Maßnahme, um das eigene Körpergefühl der Jugendlichen zu stärken. Dieses wird durch die Erkrankung oftmals negativ beeinflusst.«
Auch wird die AYA-Station nicht nur auf die spezifischen Bedürfnisse junger Patientinnen und Patienten ausgerichtet sein und auf diese Weise Begegnungsmöglichkeiten zwischen Gleichaltrigen schaffen, sondern auch die Angehörigen mit einbeziehen. Diese Form der Therapie ist ein wichtiger zusätzlicher Aspekt der ganzheitlichen Krankenversorgung.

Jede Spende hilft!

Ein besonderes Alter mit besonderen Bedürfnissen: Um jungen Krebspatientinnen und -patienten optimale Heilungschancen zu bieten, sind Angebote, die über den medizinischen Versorgungsbedarf hinausgehen, nötig.
Helfen Sie uns, die neu entstehende AYA-Station mitzugestalten, um für die jungen Patienten besondere Begegnungsorte und gemeinsame Aktivitäten zu schaffen – als festen Bestandteil des ganzheitlichen Heilungsprozesses.
Für die Umsetzung benötigen wir Ihre Unterstützung!