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Universitätsklinikum Essen
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Patienten & Angehörige

Spezialsprechstunden

In Spezialsprechstunden werden unsere Patienten gemeinsam von unterschiedlich spezialisierten Experten untersucht und behandelt. Mit anderen Worten: Die Ärzte kommen zu den Patienten und ersparen ihnen damit viele Wege. Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf die einzelnen Sprechstunden.

Telefonische Anmeldung
+49 (0) 201 - 723 - 2768

Ärztliche Ansprechpartner
Priv.-Doz. Dr. med. Michael Schündeln
Dr. med. Regina Wieland

Die Spezialsprechstunde „Anämien“ in der kinderhämatologischen Ambulanz der Klinik für Kinderheilkunde III ist zuständig für die Diagnostik und Behandlung kindlicher Anämien. Dies sind angeborene und erworbene Erkrankungen der roten Blutkörperchen oder Erythrozyten. Die häufigste erworbene Anämie im Kindesalter ist die Eisenmangelanämie, die durch die Verabreichung eisenhaltiger Tropfen schnell geheilt werden kann.

Die Sichelzellkrankheit und die Thalassämie gehören zu den angeborenen Bluterkrankungen. Meistens sind Kinder aus den Mittelmeerländern, Afrika, Asien, dem mittleren Osten oder der Karibik betroffen. Zu unterscheiden sind a) Träger einer solchen Erkrankung, die keine Symptome und somit keinen Behandlungsbedarf haben, und b) Patienten, die an schwerwiegenden Symptomen der Erkrankung leiden und deren Behandlungsbedarf von mehrfachen Transfusionen bis hin zu einer Stammzelltransplantation reichen kann.  Die Trägerschaft oder die Erkrankung verschiedener angeborener Anämien kann häufig durch eine einfache Blutentnahme diagnostiziert werden.

Sprechzeiten: Donnerstags Nachmittags und nach Absprache

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Helmut Hanenberg

Telefonnummer: +49 (0) 201 - 723 - 2768

Ärztliche Ansprechpartner
Dr. med. Maite Batz
Dr. med. Madlen Reschke

Sprechzeiten
Mittwoch: 08.00 - 10.00 Uhr und 15.00 - 16.00 Uhr

Telefonische Anmeldung
+49 (0) 201 - 723 - 2768

Ärztliche Telefonsprechstunde zur Befundabfrage
Freitag: 14.30 - 15.00 Uhr unter +49 (0) 201 - 723 - 85156 

In unserer Gerinnungsambulanz, die Teil des Gerinnungszentrums am Universitätsklinikum Essen ist, betreuen wir Patienten mit angeborenen sowie erworbenen Störungen der Blutgerinnung. Hierzu zählen sowohl Erkrankungen, die zu einer erhöhten Blutungsneigung führen, als auch Erkrankungen, die mit einem erhöhten Thromboserisiko einhergehen.

Erstvorstellung
Wenn Sie zum ersten Mal zu uns kommen, bringen Sie bitte alle vorhandenen Unterlagen (Arztbriefe, Blutwerte…) sowie einen aktuellen Überweisungsschein von Ihrem Kinderarzt zu Ihrem ersten Termin mit.
Ihr Kind muss für die erste Blutentnahme nicht nüchtern sein, jedoch sollte Ihr Kind zum Zeitpunkt der Vorstellung infektfrei sein und bestimmte Medikamente nicht einnehmen.
Hierzu beraten wir Sie gerne telefonisch bei der Terminvereinbarung.

Blutungsneigung
Neben dem von-Willebrand-Syndrom, der häufigsten Blutungsneigung, behandeln wir auch Patienten mit angeborenen sowie erworbenen Mangelzuständen einzelner Blutgerinnungsfaktoren wie Hämophilie A (Faktor VIII-Mangel), Hämophilie B (Faktor IX-Mangel) und seltenere Einzelfaktormangelzustände. Hierzu zählen z.B. Faktor V-/Faktor VII-/Faktor X-/Faktor XI- und Faktor XIII-Mangel. Auch Erkrankungen der Thrombozyten, der Blutplättchen, werden bei Blutungsneigung abgeklärt und behandelt.

Thrombose
Wir führen bei Thromboserisiko sowie familiär bedingter Thromboseneigung eine ausführliche Beratung und weiterführende Spezialdiagnostik durch. Hierzu zählen auch genetische Untersuchungen. Bei Patienten mit bereits stattgefundener Thrombose erstellen wir einen Behandlungsplan für eine Prophylaxe sowie bei geplanten Eingriffen.

Hier eine Auswahl klinischer Fragestellungen und Krankheitsbilder:

  • Hämophilie A/Hämophilie B
  • Von Willebrand-Syndrom
  • Seltene Blutgerinnungsstörungen (Faktormangel/ Thrombozytopathien)
  • Hemmkörperhämophilie
  • Abklärung einer Blutungsneigung
  • Thromboseneigung/Thrombophilie
  • Abklärung bei Hypermenorrhoe (verstärkte Regelblutung)
  • Perioperatives Management von Patienten mit Blutgerinnungsstörungen
  • Überwachung von Patienten unter blutgerinnungshemmender Therapie (Antikoagulanzien-/Antiaggreganzientherapie) einschließlich Antikoagulations »Bridging«
  • Immunthrombozytopenien
  • Abklärung von thrombozytär bedingten Unverträglichkeiten zwischen Mutter und Kind
  • Beratung bezüglich hormonaler Kontrazeption (»Pille«) und Hormonersatztherapie bei thrombosegefährdeten Patientinnen

Stationäre Versorgung
Als Zentrum der Maximalversorgung können wir unsere Patienten nicht nur bei verschiedenen Operationen direkt in der Kinderklinik betreuen, sondern sind auch bei stationären Aufnahmen im Rahmen von Operationen aller anderen Fachbereiche des Universitätsklinikums, wie z. B. HNO-Operationen, direkt nebenan und bei Fragestellungen und Problemen innerhalb weniger Minuten vor Ort.

Transitionssprechstunde
In unserem Gerinnungszentrum werden sowohl Kinder als auch Erwachsene betreut. Für Jugendliche bieten wir eine sogenannte »Transitionssprechstunde« an, in der sie eine Zeitlang von Kinderärzten und Internisten gemeinsam betreut werden, um so den Übergang Heranwachsender von der Kinderklinik in die Klinik für Innere Medizin zu erleichtern.

Öffnungszeiten
Montag 07.30 - 16.30 Uhr 
Dienstag 07.30 - 16.30 Uhr 
Mittwoch 07.30 - 16.30 Uhr 
Donnerstag 07.30 - 13.30 Uhr
Freitag 07.30 - 13.30 Uhr

Sprechstundenzeiten
Montag 08.00 - 11.40 Uhr und 14.00 - 15.40 Uhr
Dienstag 08.00 - 11.40 Uhr und 15.00 - 15.40 Uhr
Mittwoch 08.00 - 11.40 Uhr und 14.00 - 15.40 Uhr
Donnerstag 08.00 - 11.40 Uhr 
Freitag 08.00 - 11.40 Uhr

Telefonsprechstunde
Zusätzlich bieten wir Ihnen täglich Telefonsprechzeiten an. In dieser Zeit können Sie mit einem Arzt Rücksprache halten, falls eventuelle Fragen oder Unklarheiten nicht auf Ihren nächsten Termin warten können.

Montag bis Freitag 08.00 Uhr bis 08.20 Uhr
Montag und Freitag 14.00 Uhr bis 14.20 Uhr
Donnerstag 16.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Die Rufnummer für die Telefonsprechzeiten teilen wir unseren Patienten im Rahmen des Aufnahmegespräches mit.

Ambulanz-Sekretariat
Dagmar Radefeld
Fon +49 201 - 723 - 2768
Fax +49 201 - 723 - 3756
E-Mail schreiben

Unsere hämatologisch-onkologische Ambulanz und Tagesklinik ist der Dreh- und Angelpunkt der hämatologisch-onkologischen Abteilung. Alle unsere Patienten - und ihre Eltern - kennen sie gut. Hier findet meist der erste Kontakt zu unserer Abteilung statt. Insbesondere werden hier auch die regelmäßigen Verlaufskontrollen durchgeführt. Dazu gehören neben dem ärztlichen Gespräch die körperliche Untersuchung und natürlich auch die Blutbildkontrollen. Weitere Untersuchungen, die in der allgemeinen Kinderklinik durchgeführt werden, werden über die Ambulanz angemeldet (z.B. Röntgen). Die gesamte Therapie mit ihren vielen Elementen wird oft von hier aus koordiniert. Vor der Aufnahme auf die Station werden alle Kinder hier untersucht.

Die Ambulanz bietet für Patienten und Familien zahlreiche weitere Leistungen an, wie ambulante Chemotherapie oder Bestrahlung, Supportivtherapie (z.B. Transfusionen, Behandlung mit Antibiotika), Komplementärmedizin (z.B. Misteltherapie) ambulante Diagnostik (Knochenmarkpunktionen, Lumbalpunktionen, radiologische Diagnostik), Nachsorge und psychosoziale Begleitung.

In jedem Jahr werden mehr als 7.000 Kinder und Jugendliche durch Fachärzte und Oberärzte unserer Klinik im ambulanten Bereich betreut. Hierfür bieten wir normale Ambulanzsprechstunden, aber auch zahlreiche Spezialsprechstunden an, die teilweise interdisziplinär besetzt sind.

Ärztliche Ansprechpartner
PD Dr. med. Dirk Holzinger
Dr. med. Rita Beier

Sprechzeiten
Mittwoch: 08.20 - 12.00 Uhr und 15.00 - 16.00 Uhr

Telefonische Anmeldung
+49 (0) 201 - 723 - 2768

In der immunologischen Sprechstunde werden Kinder mit Verdacht auf Immunschwäche oder bestehender Diagnose eines Immundefektes betreut. Ein Verdacht auf Immunschwäche kann z.B. bei folgenden Symptomen bestehen: Infektanfälligkeit, wiederkehrende Infektionen der Lunge, Nebenhöhlen und Ohren, chronische Durchfälle mit Gedeihstörung, unklare Hautausschläge, Schwellungen von Lymphknoten oder Milz, unklares Fieber, wiederkehrende schwer verlaufende Infektionen oder Infektionen durch ungewöhnliche Erreger.

Primäre Immundefekte (PID) sind angeborene Erkrankungen des Abwehrsystems, die häufig durch genetische Defekte verursacht werden. Bislang sind über 150 verschiedene PID Erkrankungen beschrieben worden.

Wir diagnostizieren und behandeln neben angeborenen Immundefekten auch erworbene Immundefekte (Medikamente, Infektionen) und Erkrankungen, die mit einer Dysregulation des Immunsystems einhergehen. Eine Fehlregulation des Immunsystems äußert sich z. B. durch Fieber, chronische Entzündung im Bereich des Magendarmtraktes, Granulome, Lymphknotenschwellungen oder Autoimmunerkrankungen (z.B. Autoimmunzytopenien).

Erstvorstellung

Wenn Sie zum ersten Mal zu uns kommen, bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:

  • Überweisung vom Kinderarzt
  • Krankenversicherungskarte
  • Gelbes Untersuchungsheft
  • Impfausweis
  • Alte Arztbriefe oder Vorbefunde aus vorherigen Untersuchungen auswärts
  • Röntgenbilder oder CT/MRT-Bilder soweit relevant für die aktuelle Fragestellung
  • Aktuelle Medikation des Kindes

Ihr Kind muss für die erste Blutentnahme nicht nüchtern sein, jedoch sollte Ihr Kind zum Zeitpunkt der Vorstellung möglichst infektfrei sein.

Telefonische Anmeldung
+49 (0) 201 - 723 - 2768

Ärztliche Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Dirk Reinhardt
Dr. med. Michaela Höfs

In Deutschland erkranken jährlich etwa 2000 Kinder und Jugendliche an Krebs. Leukämien treten dabei mit etwa einem Drittel der bösartigen Erkrankungen am häufigsten auf, gefolgt von Hirntumoren (siehe oben) und bösartigen Lymphomen (Lymphdrüsenkrebs). Die häufigsten Leukämiearten im Kindesalter sind die akute lymphoblastische und die akute myeloische Leukämie (mehr Informationen dazu hier). Diese Erkrankungen, wie auch deutlich seltenere Leukämieformen werden in unserer Abteilung sowohl im stationären wie auch im ambulanten Bereich behandelt. Viele Kinder können heute durch eine intensive Chemotherapie geheilt werden.

In unserer Leukämie- und Lymphomsprechstunde kann insbesondere bei Rückfällen der Erkrankung eine zweite Meinung zu aktuellen Behandlungsmöglichkeiten eingeholt werden.

Unser Labor verfügt über eine langjährige und umfangreiche Erfahrung in der Beurteilung von Blutbild- und Knochenmarkveränderungen, es ist auch das Referenzlabor für Kinder mit akuter myeloischer Leukämie. Entsprechendes Probenmaterial kann nach kurzer telefonischer Rücksprache jederzeit zur Mitbeurteilung geschickt werden. Vor Ort erfolgt dann die morphologische und zytochemische Beurteilung des Materials, das heißt, Proben werden gefärbt, um anschließend mikroskopisch untersucht und beurteilt zu werden. Zusätzlich kann eine FACS-Untersuchung (Sortierung von Blutzellen) vom Blut oder Knochenmarksblut durchgeführt werden, um Leukämiezellen festzustellen. Außerdem ist eine NGS-Untersuchung möglich (next-generation-sequencing, eine genetische Untersuchung der Leukämie), um die Leukämie genauer einzuordnen.

Wenige Kinder, die an einer Leukämie erkranken, benötigen eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation. Natürlich bieten wir auch diese Therapiemöglichkeit in unserer Klinik an.

Nähere Informationen zur WSZE Westdeutschen Spenderzentrale und über die Möglichkeiten sich selbst als Spender zu registrieren finden Sie hier.

Des Weiteren finden Sie hier ein informatives Video zu Nebenwirkungen und Spätfolgen der Chemotherapie in Kindern mit Leukämie.

Sprechzeiten 
Dienstags von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Telefonische Anmeldung
+49 (0) 201 - 723 - 2768

Ärztliche Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Gudrun Fleischhack
Dr. med. Stephan Tippelt

Gemeinsam mit Experten der Klinik für Neurochirurgie bieten wir eine spezielle Sprechstunde für die Nachuntersuchung von Patienten mit Hirntumoren an. Dies ermöglicht eine umfassende Nachbetreuung der Patienten unter Berücksichtigung der oft vorliegenden neurologischen und endokrinologischen Probleme. Außerdem steht durch die Kooperation mit der AOK Rheinland auch eine zusätzliche psychosoziale Mitarbeiterin für die Betreuung der Patienen mit Hirntumorerkrankung zur Verfügung.

Multizentrische Therapieoptimierungsstudie HIT-Rez
Seit September 2011 ist unsere Klinik Sitz der Studienzentrale der bundesweiten Hirntumor-Rezidivstudie HIT-Rez für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einem Rückfall nach erfolgter Ersttherapie eines Hirntumors. Innerhalb dieser Studie unserer Fachgesellschaft GPOH (Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie) erfolgen die Optimierung neuer Behandlungskonzepte sowie Beratungen der teilnehmenden Kliniken. Für die derzeit in Planung befindliche Folgestudie sollen durch neue Therapie-Kombinationen aus Krebsmedikamenten, Bestrahlung und neuen Therapieelementen der personalisierten Medizin basierend auf molekularer Diagnostik mittelfristig noch bessere Behandlungsergebnisse erreicht werden. Die Ansprechpartnerin an der Kinderklinik III ist Frau Prof. Dr. med. Gudrun Fleischhack.

Hintergrundinfo Hirntumoren
Hirntumoren sind nach den Leukämien die zweithäufigsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 400 junge Patienten neu. Dabei haben sich die Heilungschancen für die Betroffenen in den vergangenen Jahren erheblich verbessert und sind mittlerweile je nach Erkrankungsart teilweise auf über 80 Prozent gestiegen. Verbesserte Überlebensraten und eine Verminderung des Rückfallrisikos wurden vor allem durch die systematische Weiterentwicklung der verschiedenen Bestandteile der Therapie (Operation, Chemotherapie und Bestrahlung) und deren Kombinationen erreicht.

Die Maxime für die Therapie lautet: So intensiv wie nötig, aber so schonend wie möglich. Dies ist wichtig, da betroffene Kinder und Jugendliche in besonderem Maße an den erkrankungs- und behandlungsbedingten Folgen der Hirntumorerkrankung leiden. So können einzelne Therapieelemente unter anderem die Intelligenz, das Wachstum und den Hormonhaushalt in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigen. Wesentlich ist die präzise Erfassung von Nebenwirkungen und Spätfolgen mit dem Ziel, besonders belastende Komponenten der Behandlung möglichst zu vermeiden.

Das Medulloblastom, PNET und Ependymom sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren des Kindes- und Jugendalters. Nach den Vorgaben der aktuellen bundesweiten Studie HIT 2000 werden inzwischen über 90 Prozent der in Deutschland erkrankten Kinder und Jugendlichen an über 80 Kliniken behandelt. Weitere Informationen und Therapieübersichten finden Sie auf dem Informationsportal zu Krebs- und Bluterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Sprechzeiten: Mittwochs Vormittags

Ansprechpartner: PD Dr. med. Petra Temming

Telefonnummer: +49 (0) 201 - 723 - 2768

Ungefähr 10 % aller kindlichen Krebserkrankungen sind auf eine erbliche Tumordisposition zurückzuführen. Die molekularen Grundlagen der genetischen Veranlagung sind dabei heute in vielen Fällen bekannt und können bei klinischem Verdacht molekulargenetisch untersucht werden. Der molekulargenetischen Untersuchung sollte eine ausführliche genetische Beratung vorausgehen. In der interdisziplinären Sprechstunde zur erblichen Tumorprädisposition beraten wir die erkrankten Kinder und ihre Familie bei Verdacht auf eine erbliche Veranlagung für kindliche Tumore und veranlassen bei Bedarf die notwendige Diagnostik.

Sprechzeiten: Donnerstags, 08:00 - 12:00 Uhr

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. med. Uta Dirksen

Nur nach telefonischer Anmeldung: +49 (0) 201 - 723 - 2768

Sarkome sind seltene, bösartige Tumore. Sie können im Weichgewebe, Knochen oder Knorpel entstehen. Die häufigsten Weichgewebesarkome im Kindesalter sind die Rhabdomyosarkome.  Unter den Knochensarkomen sind die Osteosarkome am häufigsten. Ewing Sarkome treten sowohl als Knochensarkome, als auch als Weichteilsarkome auf.  

Die Behandlung von Sarkome erfolgt immer gemeinsam mit anderen Fachdisziplinen. 

Wir bieten daher eine interdisziplinäre Beratung mit den Kolleginnen und Kollegen der muskuloskelettalen Chirurgie an. sarkom@uk-essen.de. Des Weiteren arbeiten wir unter anderem eng mit der Kinderchirurgie,  der Thoraxchirurgie, der Strahlentherapie und dem West Deutschen Protonenzentrum.  zusammen. 

Die  Sarkom-Sprechstunde ist Teil des Sarkomzentrums am West Deutschen Tumorzentrum

Im Folgenden sind einige Informationen zu den häufigen Sarkomen im Kindes und Jugendalter zusammengefasst.

Rhabdomyosarkome:

Rhabdomyosarkome  treten bei Kindern und Jugendlichen auf. Die Tumore können prinzipiell an allen Stellen im Körper entstehen. Sie fallen oft durch eine Schwellung auf oder dadurch, dass sie die Funktion von Organen beeinträchtigen. Das trifft vor allem dann zu, wenn sie im Bauchraum liegen. Die Behandlung der Patientinnen und Patienten mit Rhabdomyosarkom dauert ungefähr 10- 12 Monate und besteht aus Chemotherapie, Operation, Bestrahlung. Manche Patientinnen und Patienten erhalten noch eine ergänzende Therapie in Tablettenform. Die Behandlungen erfolgt nach den Protokollen der Cooperativen Weichteil Sarkom Studiengruppe. Die Heilungschancen sind abhängig von der Tumorausbreitung bei Diagnosestellung, dem Ansprechen auf Chemotherapie und der Möglichkeit einer radikalen Tumorentfernung. Die Prognose der Patientinnen und Patienten mit embryonalen  Rhabdomyosarkomen (RMS)  ist generell günstiger, als die der Patientinnen und Patienten mit alveloärem RMS.  Das alveoläre RMS zeichnet sich durch eine genetische Translokation zwischen dem langen Arm des Chromosoms 2 und dem langen Arm des Chromosoms 13 aus [t (2;13)(q35;q14).  Diese Translokation wird auch PAX- FOXO1 Translokation genannt. Das entstehende Protein führt zu einer Aktivierung von Genen, die für die Tumorentwicklung dieses bösartigen Tumors verantwortlich sind.  Patientinnen und Patienten mit einem metastasierten alveolären RMS  können sofort bei Diagnose in die INFORM Studie eingeschlossen werden.   Embryonale RMS  tragen keine  Translokation. Bei Ihnen wird oft ein  Verlust von Heterozygotät am 11p15 Locus nachgewiesen. 

Osteosarkome: 

In Deutschland erkranken jährlich ca. 160 Menschen an Osteosarkomen. Das Osteosarkom tritt am häufigsten bei Kindern, jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, aber auch bei alten Menschen. Der Tumor entsteht meistens an den gelenknahen Enden von langen Röhrenknochen. Besonders häufig ist die Region um das  Knie herum betroffen.Es können aber auch andere Knochen im Körper betroffen sein.  Die Tumore fallen durch Schmerzen und Schwellung auf.  Kinder und Jugendliche, die an  erblich bedingten Erkrankungen leiden, zum Beispiel einem beidseitigen Retinoblastom‎ oder einem Li-Fraumeni-Syndrom.  Die Behandlung der Patientinnen und Patienten mit Osteosarkom dauert ungefähr 10 Monate und besteht aus Chemotherapie und  Operation. Selten werden die Tumoren auch bestrahlt. Die Heilungschancen sind abhängig von der Tumorausbreitung bei Diagnosestellung, dem Ansprechen auf Chemotherapie und der Möglichkeit einer radikalen Tumorentfernung. Die Behandlung erfolgt nach den Empfehlungen der Cooperativen Osteosarkom Studiengruppe

Ewing Sarkome:

In Deutschland sind jährlich ca. 120 Neuerkrankungen zu verzeichnen. Die meisten der Patientinnen und Patienten sind zwischen 10 und 25 Jahre alt. Selten trifft das Sarkom auch sehr kleine Kinder oder ältere Menschen.

Am häufigsten sind das Becken und die Oberschenkelknochen betroffen, grundsätzlich kann das Ewing Sarkom aber in allen Knochen oder auch außerhalb des Skelettsystems entstehen. Die Behandlung der Patientinnen und Patienten mit Ewing Sarkom dauert ungefähr ein Jahr und besteht aus Chemotherapie, Operation, Bestrahlung. Die Heilungschancen sind abhängig von der Tumorausbreitung bei Diagnosestellung, dem Ansprechen auf Chemotherapie und der Möglichkeit einer radikalen Tumorentfernung.

Die internationale Cooperative Ewing Sarkomstudien Zentrale der Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie koordiniert Studien für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Ewing Sarkom. Diese Studien offen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis zum 50. Lebensjahr.  Es wird gibt eine Studie für die Situation der Ersterkrankung, wenn also die Patientinnen und Patienten gerade die Diagnose eines Ewing Sarkoms erhalten haben. Es gibt weitere Studien, die im Falle eines Rückfalls angeboten werden können.

Ziel der Studien ist eine Verbesserung der Heilungsaussichten für Patientinnen und Patienten. Es wird überprüft, ob der Einsatz bestimmter Medikamente eine Verbesserung der Heilungsaussichten bewirken kann. Wir suchen im Rahmen von Forschungsprojekten nach Möglichkeiten, den Tumor noch besser untersuchen zu können, um genau festzustellen, welcher Patient mehr und welcher auch weniger Behandlung erhalten könnte.. Hierbei untersuchen wir die Tumoren selber und Informationen, die die Tumorzellen ins Blut abgeben (Liquid Biopsy). Alle Patientnnen und Patienten erhalten vor Teilnahme an den Ewing Studien eine ausführliche schriftliche und mündliche Aufklärung. Die Patienten und/oder Sorgeberechtigten unterzeichnen vor Beginn der Studienbehandlung eine Einverständniserklärung zur Teilnahme an den Studien. Die Studien wurden von nationalen und internationalen Ethikkommissionen und Behörden geprüft und anerkannt.

Wir bieten Beratung für Ärztinnen und Ärzte, aber auch für Betroffene und Angehörige an.

Sie können sich gerne auch an uns wenden, wenn der Verdacht auf ein Ewing Sarkom geäußert wurde. Wir helfen dann, die weiteren Schritte zu organisieren. Adressen und AnsprechpartnerInnen finden Sie hier.

Sprechzeiten: Montags 08:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr

Ansprechpartner: Dr. med. Falk Pentek

Telefonnummer: +49 (0) 201 - 723 - 2768

Telefonische Anmeldung
+49 (0) 201 - 723 - 2768

Ärztliche Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Bernhard Kremens
Dr. med. Michaela Höfs

In unserer Stammzell- oder Knochenmarktransplantations-Ambulanz (KMT-Ambulanz) werden Patienten vor und nach einer Blutstammzelltransplantation betreut. Hierzu steht ein erfahrenes Team aus Ärzten und Pflegekräften zur Verfügung.

Eine Knochenmarktransplantation oder hämatopoetische Stammzelltransplantation wird bei Kindern und Jugendlichen seit 40 Jahren durchgeführt. Hauptsächlich kann auf diese Weise vielen Kindern mit Hochrisiko-Leukämien geholfen werden. Darüber hinaus kann bei verschiedenen Formen des Knochenmarkversagens das Knochenmark ersetzt werden. Zunehmend bildet die Stammzelltransplantation auch die Basis für innovative zell- und immuntherapeutische Ansätze gegen maligne Zellen.

Im Rahmen der Vorbereitungsuntersuchungen haben Patienten und Eltern die Gelegenheit, alle Fragen rund um die Blutstammzelltransplantation zu stellen. In ausführlichen Gesprächen wird die Blutstammzelltransplantation erläutert. Die Vorbereitungsuntersuchungen dienen dazu, ein individuelles Risikoprofil für den jeweiligen Patienten zu erstellen, damit dieses im  jeweiligen Transplantationskonzept berücksichtigt werden kann. Mit Hilfe des Deutschen Knochenmarkspenderegisters, das am Universitätsklinikum Essen zuhause ist,  erfolgt die Auswahl eines geeigneten Spenders. Für ca. 80% der Kinder kann ein in den notwendigen Gewebemerkmalen passender Spender innerhalb von wenigen Wochen identifiziert werden. Für Kinder ohne einen passenden Spender steht die haploidente Blutstammzelltransplantation, bei denen die Eltern die Blutstammzellen spenden, als alternatives Transplantationsverfahren zur Verfügung.

In der Nachsorge erfolgen unmittelbar nach Entlassung von der Station KMT3 regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um die Wiederherstellung des blutbildenden und des immunologischen Systems sicherzustellen und ggf. Infektionen rechtzeitig zu erkennen. Die Nachsorge wird häufig auch im Wechsel mit der zuweisenden Klinik nach Absprache durchgeführt. Auch die Prophylaxe der Spender-gegen-Empfänger-Erkrankung (GvHD) wird in der KMT-Ambulanz eingestellt. Begleitende Beratung z.B. hinsichtlich der häuslichen Pflege und des Nahrungsaufbaus ist wichtiger Bestandteil in dieser Phase der Nachbetreuung. Die frühzeitige Impfung zum Aufbau eines umfassenden Impfschutzes ermöglicht eine zügige Reintegration der Patienten in Schule und Kindergarten.

Kontakt

Anmeldung für die Spezialsprechstunden

Dagmar Radefeld
Christina Wannewitz

+49 (0) 201 - 723 - 2768 +49 (0) 201 - 723 - 3756 E-Mail schreiben

Unser Team der Hämato-Onkologie

Finden Sie hier Ihren Ansprechpartner in unserem Team der Hämato-Onkologie an der Kinderklinik III.

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