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Was ist was?

Kranke Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen besondere Bedürfnisse. Das gilt auch für Blut- und Krebserkrankungen. Lesen Sie auf dieser Seite, was das genau ist: Kinder-Hämatologie beziehungsweise Kinder-Onkologie.

Das Gebiet umfasst Erkrankungen des Blutes, der Blutbildung, der Infektabwehr und der Blutgerinnung, die nicht bösartig sind.

Was ist Kinder-Hämatologie?

Das Fachgebiet der Kinder-Hämatologie umfasst alle Erkrankungen des Blutes, der Blutbildung, der Infektabwehr und der Blutgerinnung bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen, die nicht bösartig sind.

Zu den nicht bösartigen hämatologischen Erkrankungen gehören

  • Blutbildungsstörungen wie das myelodysplastische Syndrom (MDS) oder die schwere aplastische Anämie (SAA),
  • angeborene Anämien wie die Thalassämie, die Sichelzellanämie, das Diamond Blackfan Syndrom oder die Kugelzellanämie (Sphärozytose),
  • erworbene Anämien wie die Eisenmangelanämie,
  • immunologisch bedingte Zytopenien (Thrombopenie, Neutropenie, Anämie),
  • angeborene Neutropenien und congenitale Amegakaryozytäre Thrombozytopenien (CAT),
  • Immundefekte,
  • Gerinnungsstörungen mit Blutungsneigung wie die Hämophilie oder das Von-Willebrand-Syndrom,
  • Gerinnungstörungen mit thromboembolischen Ereignissen, Thrombosen und Schlaganfällen.

 
Was ist Kinder-Onkologie?

Das Fachgebiet der Kinder-Onkologie umfasst alle bösartigen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen (vor allem Hirntumore und andere solide Tumore, Leukämien und Lymphome). Hämatologische und onkologische Erkrankungen bei Kindern sind selten und unterscheiden sich deutlich von denen des Erwachsenenalters. Daher sollten sie von Kinder-Hämatologen und Kinder-Onkologen mit entsprechender Erfahrung in einem spezialisierten Zentrum betreut werden.


Krebserkrankungen bei Kindern

Krebserkrankungen bei jungen Menschen vor dem 18. Lebensjahr sind in Europa selten. Sie machen nur ein Prozent aller Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus. Deshalb haben sich Pädiatrische Onkologen in Deutschland bereits in den 1970er Jahren bei der Durchführung multizentrischer klinischer Studien zusammengeschlossen, mit dem Ziel Diagnostik- und Therapiekonzepte im Rahmen nachfolgender Studien stetig zu optimieren. Dies bedeutet, dass für kindliche Krebserkrankungen in Deutschland an jeder hierfür spezialisierten Klinik grundsätzlich die gleiche Diagnostik und Therapie angeboten wird. Die Therapieprotokolle werden von Mitgliedern der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) entwickelt und regelmäßig dem aktuellen Stand der Wissenschaft angeglichen. Als Grundlage für die Anpassung und Neufassung der Pläne dienen neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Biologie der Erkrankungen und über die Wirkungsweise von Einzelkomponenten der Therapie. Einen weiteren Baustein zur Verbesserung der Therapiepläne liefern die Ergebnisse, die mit den vorhergehenden Protokollen erzielt worden sind. Die daraus resultierenden neuen Pläne zielen darauf ab, die bisher erreichten Ergebnisse zu verbessern: entweder im Hinblick auf die Heilungsrate und/oder auf die Verringerung von akuten oder späten unerwünschten Spätfolgen der Behandlung. Durch diesen stetigen Optimierungsprozess sind - am internationalen Standard gemessen sind - vorbildliche Ergebnisse erzielt worden.

Schwerpunkte

Erfahren Sie mehr über die Schwerpunkte der Hämato-Onkologie.

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