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Universitätsklinikum Essen
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Patienten & Angehörige

Schwerpunkte

In unserer Abteilung werden alle Erkrankungen der Atemwege behandelt. Dies reicht von der Abklärung eines chronischen Hustens bis hin zur Behandlung einer schweren angeborenen Lungenerkrankung. Als universitäre Abteilung liegt unser Schwerpunkt allerdings auf der Diagnostik und Behandlung von seltenen und chronischen Erkrankungen der Atemwege und in der Behandlung des chronischen Atemversagens. Unseren Patienten stehen alle diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung.

Die Kinderpneumologie koordiniert dabei die erforderlichen Untersuchungen und erstellt zusammen mit anderen Spezialisten in regelmäßigen interdisziplinären Besprechungen einen Behandlungsplan.
Hierbei bieten wir unseren Patienten sämtliche aktuelle Behandlungs-
möglichkeiten an.

Die Ernährungsberatung durch eine Dipl. Ökotrophologin und die psychosoziale Betreuung durch eine Sozialarbeiterin ergänzen im Rahmen des Gesamtkonzeptes die ärztliche und pflegerische Behandlung mit dem Ziel, Patienten und Angehörige im Verlaufe der Behandlung sinnvoll zu begleiten. Unser Ziel und unsere Aufgabe sind, Sie bei der Bewältigung im Rahmen der Erkrankung umfassend zu unterstützen, zu beraten, anzuleiten, zu vermitteln und zu begleiten.

Die Pneumologie umfasst Erkrankungen der oberen Atemwege, der Lunge, der Atemmuskulatur und des Brustkorbes.

Der Bereich Pädiatrische Pneumologie & seltene Lungenerkrankungen befasst sich mit der Diagnostik akuter und chronischer Erkrankungen der Lunge und der Atemwege.
Wir verstehen uns einerseits als Zentrum für schwere und seltene Lungenerkrankungen. Zusätzlich sind wir Teil des Netzwerks schweres allergisches Asthma bronchiale (SAA).
Andererseits sehen wir uns als Dienstleister für niedergelassene Kinderärzte und periphere Kinderkliniken zur differentialdiagnostischen Abklärung von Lungenerkrankungen.

Hierzu gehören:

  • Fehlbildungen der Atemwege und der Lunge
  • Fehlbildungen des pulmonalen Gefäßsystems
  • Bronchopulmonale Dysplasie
  • interstitielle Lungenerkrankungen (chILD)
  • Primäre ziliäre Dyskinesie
  • alpha-1 Antitrypsin Mangel
  • Exogen allergische Alveolitis
  • Asthma bronchiale
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankungen
  • non-CF Bronchiektasen
  • chronische Infektionen der Atemwege
  • Tuberkulose
  • Systemerkrankungen mit Beteiligung von Atemwegen und/oder Lunge

Zur Diagnose stehen uns alle Methoden einer modernen Kinderpneumologie zur Verfügung:

  • Lungenfunktionsuntersuchung mit Spirometrie
  • Bodyplethysmographie
  • Bronchospasmolyse Test
  • Metacholin-Provokation
  • CO-Diffussion
  • Multiple-Breath-Washout
  • Atemmuskelfunktions-Test
  • nasales- und exhaliertes Stickstoffmonoxid (NO)
  • Spiroergometrie zur Beurteilung der kardio-respiratorischen Leistungsfähigkeit
  • Allergiediagnostik: Pricktest, RAST-Test, Provokationstest
  • Schweißtest: Pilocarpin-Iontophorese mit direkter Chlorid-Messung
  • Schlaflabor mit kardio-respiratorischer Polygraphie und -Polysomnographie
  • Speicherpulsoxymetrie
  • Transkutane Messung des Kohlendioxids
  • Endoskopie: flexible, digitale Endoskopie von Rachen, Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien
  • Bronchoskopie, Broncho-alveoläre Lavage

Der Bereich beteiligt sich an mehreren nationalen und internationalen Studien zum Thema seltene Lungenerkrankungen (chILD.eu, StopEAA, HCQ).

Eine Vorstellung in unserer Ambulanz ist nach Überweisung durch Ihren Kinderarzt oder einen internistisch tätigen Pneumologen möglich.

 

 

Der Bereich Schlaf- und Beatmungsmedizin befasst sich mit schlafbezogenen Atemstörungen. Hierzu zählen kontinuierliches Schnarchen, obstruktive Schlafapnoe und nächtliche Minderatmung (Hypoventilation), die regelhaft im Verlauf von neuromuskulären Erkrankungen auftritt. Neben der Diagnostik von schlafbezogenen Atemstörungen mit kardiorespiratorischer Polygraphie oder Polysomnographie führen wir alle invasiven und nicht-invasiven Beatmungsformen inklusive einer Überleitung in den ambulanten Bereich durch. Das Sekretmanagement mit maschineller Hustenassistenz sowie die fortlaufende Behandlung von Kindern mit Trachealkanüle sind weitere Schwerpunkte unserer Arbeit.

Wir betreuen derzeit 250 Kinder mit außerklinischer Beatmung (Langzeitbeatmung/Heimbeatmung), ca. 60 davon mit Tracheostoma – womit wir bundesweit das größte Zentrum seiner Art sind. Entwöhnungen von langzeitbeatmeten Patienten (Weaning) werden regelhaft durchgeführt. Unsere Patienten werden durch ein erfahrenes Team aus Fachärzten, spezialisierten Beatmungsschwestern und Physiotherapeuten allumfassend betreut und ambulant wie stationär begleitet. Alle Kinder werden in enger interdisziplinärer Kooperation mit den Kliniken für HNO, Neuropädiatrie, Kinder-Gastroenterologie und Kinder-Orthopädie betreut.

Neben der stationären Versorgung bieten wir in unserer Beatmungssprechstunde ambulante Verlaufskontrollen und Beratungen zum Thema schlafbezogene Atemstörungen und außerklinische Beatmung an.

In der Regel erfolgt vor der eigentlichen Schlaflaboruntersuchung eine ambulante Voruntersuchung in der Beatmungssprechstunde, in welcher über die weitere Diagnostik und Behandlung entschieden und gegebenenfalls mit dem Patienten ein Termin für eine Aufnahme im Schlaflabor vereinbart wird. Der Aufenthalt beträgt in der Regel drei Tage.

Uns liegt die lückenlose und nachhaltige Versorgung unserer Patienten sehr am Herzen, weshalb wir um eine möglichst enge Kooperation mit allen in die Betreuung involvierten Institutionen bemüht sind. Die Anleitung und Schulung der Eltern nimmt dabei einen wichtigen Stellenwert ein.

Durch klinische Forschung ist das Zentrum entscheidend an der Entwicklung und Etablierung der nicht-invasiven Beatmung bei Kindern in Deutschland beteiligt und erforscht kontinuierlich neue Methoden zur Diagnostik und Behandlung des chronischen Atemversagens bei Kindern.

Das Mukoviszidosezentrum Essen ist für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen von der muko.ev zertifiziert. Die Mukoviszidose oder Cystische Fibrose (CF) ist die häufigste vererbte Stoffwechselerkrankung in Mitteleuropa. Die Krankheit betrifft viele Organsysteme, wobei die chronische Lungenerkrankung meist im Vordergrund steht. Wir betreuen zurzeit ca. 90 Kinder und Jugendliche mit Mukoviszidose ambulant und stationär. Die zertifizierte Ambulanz gehört damit zu den größten Einrichtungen ihrer Art. Es stehen alle modernen diagnostischen und therapeutischen Methoden zur Verfügung.

Ein interdisziplinäres Team aus erfahrenen Fachärzten, Kinderkrankenschwestern, Physiotherapeuten, einer Sozialpädagogin und einer Ernährungsberaterin garantieren eine umfassende und ganzheitliche Betreuung von der Diagnosestellung bis in das Erwachsenenalter. Die Zusammenarbeit mit anderen CF-erfahrenen Fachdisziplinen wie Mikrobiologie, Kinder-Gastroenterologie, Kinder-Endokrinologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde u.a. ermöglicht die Behandlung aller Begleiterkrankungen in unserer Kinderklinik an einem Ort. Zusätzlich besteht eine enge Kooperation mit dem Lungentransplantationsprogramm und Mukoviszidosezentrum für Erwachsene in der Ruhrlandklinik Essen.

Seit 2014 haben sich die CF-Ambulanzen der Universitätskinderklinik Essen, der Ruhrlandklinik Essen und der Universitätskinderklinik am St. Josef-Hospital in Bochum als Christiane Herzog Centrum Ruhr zusammengeschlossen und betreuen als überregionales Zentrum über 300 betroffene Patienten (www.chcr.de). An der Essener Universitätsklinik wird seit Jahrzehnten erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der Mukoviszidose geleistet. Im Zentrum für klinische Studien bei Mukoviszidose werden neue Medikamente und Therapien für die Behandlung der CF erforscht.

Eine Vorstellung in unserer Ambulanz ist nach Überweisung durch Ihren Kinderarzt oder einen internistisch tätigen Pneumologen möglich.

Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose
Das Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose ist Teil der üblichen Untersuchungen bei Neugeborenen unmittelbar nach der Entbindung. Es ist in Deutschland Ende 2016 flächendeckend eingeführt worden. Ziel ist es, Kinder mit Mukoviszidose so früh wie möglich zu diagnostizieren, da sich eine frühe Therapie positiv auf den Krankheitsverlauf der Mukoviszidose auswirkt.

Ein auffälliges Screeningergebnis bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass ein Kind an Mukoviszidose erkrankt ist. Nur eines von fünf Kindern hat tatsächlich eine Mukoviszidose. Daher muss bei auffälligem Screeningergebnis im nächsten Schritt ein sogenannter Schweißtest zum Ausschluss oder zur Bestätigung der Diagnose Mukoviszidose durchgeführt werden. Beim Schweißtest wird auf der Haut Schweiß gesammelt und anschließend im Labor auf die Chloridkonzentration untersucht.

Detaillierte Informationen gibt es hier, auf der Webseite des Muko e.V.

Schweißtest Terminvereinbarung
Fon +49 201/ 723- 83629 (Marion Döring)
oder +49 201/ 723- 8122 (Kinderklinik Ambulanz)

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