Was ist eigentlich ein »Brückenteam«?

Wenn ein Kind die Diagnose Krebs bekommt, dreht sich für einen sehr langen Zeitraum das ganze Leben der Familie um die Behandlung des Kindes im Krankenhaus. Danach beginnt die Zeit der Kontroll- und Nachsorgebehandlung. Diese anfangs sehr eng getackten Termine im Krankenhaus bedeuten für die Familien erneut viel Zeitaufwand und Kraft.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde das »Brückenteam« ins Leben gerufen: 
Professionelle ambulante Pflegefachkräfte versorgen krebskranke Kinder und Jugendliche in ihrem eigenen Zuhause. Sie übernehmen medizinische Behandlungen im Rahmen notwendiger Kontrolluntersuchungen und der Nachsorge und führen diese im häuslichen Umfeld durch. 

So können die regelmäßigen Besuche in den kinderonkologischen Zentren für die Patienten und ihre Angehörigen deutlich reduziert werden. Die Familien gewinnen ein erhebliches Maß an Lebensqualität und wertvoller Zeit zurück und werden in ihrem familiären Alltag enorm entlastet.

Leider ist diese Versorgung noch kein Bestandteil der Regelversorgung und wird folglich nicht von den Krankenkassen übernommen. Deshalb hat die Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V. sich 2022 dazu entschlossen als Förderer und schließlich auch als Projektträger tätig zu werden. 

  • Verbesserung der Lebens- und Versorgungsqualität für Kinder und Jugendliche mit bösartigen Erkrankungen
  • Verminderung von akuten und chronischen Therapiefolgen und damit Optimierung der Heilungschancen durch eine kontinuierliche, individuell-adaptierte Betreuung
  • Verminderung der Belastungen für Eltern und Geschwister von schwerkranken Kindern/Jugendlichen
  • Flächendeckende Versorgung im Rhein-Ruhr-Gebiet und Bergischen Land
  • Entlastung der ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen an kinderonkologischen Zentren
  • Übernahme in die Regelversorgung durch Nachweis der Effizienz
  • Aufsuchende häusliche Versorgung durch qualifizierte Fachkräfte oder definierter Patientengruppen unter Berücksichtigung der Therapie-/Betreuungsphase
  • Transport von Untersuchungsmaterial anstelle von Patienten
  • Reduktion der Ambulanz-/ ggf. stationären Vorstellungen (Geschwisterbetreuung); Ressourceneinsparung im kinderonkologischen Zentrum zur besseren Versorgung der bedürftigen Patienten
  • Zentrale Kommunikations- und Dokumentationsplattform
  • Etablierung von Regionalstellen (Pflegekraft/Koordination) zur Sicherung der flächendeckenden Versorgung
  • Integration der sozialmedizinischen Nachsorge
  • Patientenindividuelle Konzepte zur Überleitung in die SAPPV falls erforderlich/sinnvoll
  • Dokumentation der Projektimplementierung, um die Übertragbarkeit an anderen Standort zu gewährleisten
  • Systematische Dokumentation und Evaluation der Maßnahmen, um die angestrebte Implementation in die Regelversorgung vorzubereiten und zu unterstützen
  • Pflegerische Maßnahmen (bspw. Verbandswechsel)
  • Pflege und Beratung bei Ports und Broviac-Kathetern
  • Beratung bei Fragen zur Behandlung und Nachsorge
  • Unterstützung bei der Anwendung der verordneten Therapie und Medikamentengabe
  • Ab-/Entnahme von Untersuchungsmaterial (z. B. kapillare Blutentnahmen, Abstriche, Urinproben u. a.)

Prof. Dr. Uta Dirksen

Prof. Dr Dominik Schneider

Prof. Dr. Michael Schündeln

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